Pfarre Ulrichskirchen

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Das Sakrament der Krankensalbung


Das Sakrament der Krankensalbung – Zeichen der Stärkung, Hoffnung und Nähe Gottes.
Sie ist eines der sieben Sakramente der katholischen Kirche. Sie wird Menschen gespendet, die ernsthaft erkrankt, alt oder geschwächt sind, und bringt Trost, Stärkung und geistliche Heilung. Das Sakrament erinnert daran, dass Gott den leidenden Menschen nicht verlässt, sondern ihm besonders nahe ist.

Schon im Neuen Testament lesen wir: „Ist einer unter euch krank? Dann rufe er die Ältesten der Gemeinde zu sich; sie sollen Gebete über ihn sprechen und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben” (Jak 5,14). Dieser biblische Auftrag ist bis heute Grundlage für die Spendung der Krankensalbung.

In der frühen Kirche wurde die Salbung oft durch Laien vorgenommen, später übernahmen die Priester diese Aufgabe. Im Mittelalter wurde die Krankensalbung vor allem als Vorbereitung auf den Tod verstanden und daher oft erst im Sterben gespendet – daher der frühere Name „Letzte Ölung”. Das Zweite Vatikanische Konzil hat jedoch den ursprünglichen Sinn wieder stärker betont: Es geht nicht nur um das Ende des Lebens, sondern um Stärkung und Heilung – seelisch wie körperlich.

Bei der Spendung wird die Stirn und die Hände des Kranken mit geweihtem Öl gesalbt, begleitet von Gebet und Segensworten. Der Priester bittet um Vergebung der Sünden, neue Kraft und den Beistand des Heiligen Geistes. Die Krankensalbung kann mehrmals im Leben empfangen werden – bei neuen Krankheiten oder Verschlechterung des Gesundheitszustands.

Das Sakrament soll dem Kranken Frieden schenken – nicht nur in seiner Beziehung zu Gott, sondern auch im Umgang mit Angst, Schmerzen und Einsamkeit. Es ist ein Zeichen dafür, dass der Mensch auch im Leiden nicht allein ist: Christus ist mit ihm unterwegs – bis zuletzt.

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